Recht & Gesetz

Kilometergeld Schweiz 2026: Aktuelle Sätze, Berechnung und Anspruch

Kilometergeld Schweiz 2026: Der TCS-Ansatz sinkt auf CHF 0.74 pro Kilometer. Erfahre, wer Anspruch auf Kilometergeld hat, wie die Pauschale berechnet wird und was Selbstständige beachten müssen – inklusive Praxisbeispiel und Spesen-App-Tipp.
September 18, 2026
7 min read
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Wie viel Kilometergeld steht Ihnen 2026 zu? Und wann ist der Arbeitgeber überhaupt verpflichtet, Fahrtkosten zu übernehmen? Der Touring Club Schweiz (TCS) hat den Richtwert für 2026 gerade neu berechnet – und er ist gesunken. Wir zeigen, wie hoch das Kilometergeld aktuell ist, wer davon profitiert und wie Sie es korrekt berechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der durchschnittliche TCS-Kilometeransatz sinkt 2026 auf CHF 0.74 pro Kilometer (2025: CHF 0.76) – ein Rückgang von 2 Rappen bzw. 2.6%
  • Grund: sinkende Treibstoff- und Strompreise, trotz stark gestiegener Kaskoprämien
  • Der Arbeitsweg gilt als Privatsache und wird nicht erstattet – Dienstfahrten hingegen schon
  • Rechtliche Grundlage ist Art. 327a OR
  • Auch Selbstständige können ihre Geschäftsfahrten steuerlich geltend machen

Warum sinkt das Kilometergeld 2026?

Nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2025 (+4 Rappen) sinken die Kilometerkosten für Personenwagen laut TCS-Berechnung 2026 auf 74 Rappen pro Kilometer. Hauptgrund ist der Rückgang der Energiepreise: Die Treibstoffpreise sind um rund 7% gesunken, die Strompreise um etwa 9%. Auch der wachsende Anteil an Elektrofahrzeugen senkt den durchschnittlichen Energieverbrauch.

Gegenläufig wirken die Kaskoprämien, die um 14% gestiegen sind – dieser Effekt wird aber von den tieferen Energiekosten überkompensiert. Der Neupreis des TCS-Musterautos ist von CHF 44'400 (2025) auf CHF 45'000 (2026) leicht gestiegen.

Was gilt als Dienstweg – und was nicht?

Grundsätzlich gilt: Der Weg zur Arbeitsstätte ist Privatsache. Fahren Mitarbeitende mit dem privaten Auto direkt ins Büro, handelt es sich um den Arbeitsweg – dieser wird vom Arbeitgeber in der Regel nicht erstattet.

Anders sieht es bei Dienstreisen aus: Wird ein Geschäftstermin wahrgenommen – etwa direkt vom Homeoffice oder von einem anderen Ort aus – ist dies ein Dienstweg. Ebenso gehört der Rückweg vom Kundentermin zurück ins Homeoffice oder zur nächsten geschäftlichen Station dazu. In solchen Fällen ist der Arbeitgeber verpflichtet, die entstandenen Fahrtkosten zu erstatten.

Wie hoch ist die Kilometerpauschale 2026?

Viele Unternehmen setzen auf Pauschalen zur Vereinfachung. Die Höhe orientiert sich meist an den jährlichen Empfehlungen des Touring Club Schweiz (TCS), der Durchschnittswerte für die effektiven Kosten pro gefahrenem Kilometer berechnet – basierend auf einem Musterauto (2026: CHF 45'000 Neupreis, 15'000 km Jahresleistung).

Für 2026 liegt der Richtwert bei CHF 0.74 pro Kilometer – dieser Betrag deckt sämtliche Kosten ab, darunter:

  • Treibstoff bzw. Strom
  • Versicherungen (Haftpflicht, Teilkasko)
  • Wartung & Reparaturen
  • Wertminderung / Abschreibung
  • Verkehrssteuer
  • Garagierung & Fahrzeugpflege

Ein höherer, individueller Ansatz kann vertraglich vereinbart werden – etwa bei überdurchschnittlichem Verbrauch, Spezialfahrzeugen oder wenn der Arbeitgeber grosszügigere Konditionen bietet. Massgebend ist letztlich, was im Arbeitsvertrag oder Spesenreglement festgehalten ist.

Motorrad, E-Bike und Fahrrad

Für Zweiräder gelten deutlich tiefere Ansätze als für Personenwagen, da Anschaffung und Unterhalt günstiger sind. Der TCS veröffentlicht dazu eigene Berechnungsgrundlagen; viele Arbeitgeber legen für E-Bikes und Fahrräder zusätzlich eine eigene, meist tiefere Pauschale im Spesenreglement fest. Massgebend ist auch hier die interne Regelung des Arbeitgebers.

So rechnen Sie das Kilometergeld korrekt ab

Für eine rechtssichere Spesenabrechnung ist eine saubere Dokumentation Pflicht. Mit der Spesen App können Mitarbeitende Fahrten direkt per App erfassen – automatisch, mobil und digital. Die App berechnet das Kilometergeld auf Basis der hinterlegten Pauschale und erstellt ein digitales Fahrtenbuch.

Beispielrechnung 2026:

Ein Mitarbeitender fährt im Rahmen von Kundenterminen pro Woche 250 Kilometer mit dem eigenen Auto. Bei einem Pauschalbetrag von CHF 0.74 ergibt das:

250 km × CHF 0.74 = CHF 185 pro Woche

Die Spesen App erstellt dazu automatisch einen Nachweis, der direkt in die Buchhaltung übernommen werden kann – inklusive Belegnachweis für die Steuerprüfung.

Gesetzliche Grundlage: Kilometergeld ist Spesenersatz

Gemäss Obligationenrecht (Art. 327a OR) ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle notwendigen Auslagen zu übernehmen, die einem Mitarbeitenden im Rahmen der beruflichen Tätigkeit entstehen. Dazu zählen auch Fahrten mit dem eigenen Auto – sofern diese dienstlich veranlasst sind.

Achtung: Sollte Ihr Arbeitsvertrag davon abweichende Regelungen enthalten, lohnt sich eine juristische Prüfung. In vielen Fällen sind solche Einschränkungen nicht rechtens.

Was darf nicht abgerechnet werden?

Nicht jede Fahrt berechtigt zur Rückerstattung. Folgende Kosten gelten als private Ausgaben und sind nicht über Kilometergeld erstattungsfähig:

  • Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte
  • Private Umwege während einer Dienstfahrt
  • Kosten für Fahrten in der Freizeit
  • Autowäsche, Parkgebühren oder Tanken ausserhalb dienstlicher Nutzung

Ausnahme: Steuerlich dürfen Arbeitnehmende ihren Arbeitsweg im Rahmen der jährlichen Steuererklärung geltend machen – abhängig von den kantonalen Vorgaben.

Kilometergeld und Steuererklärung

Arbeitnehmende können Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte in der Steuererklärung deklarieren, wobei in vielen Kantonen ein jährlicher Maximalbetrag gilt. Bei Dienstfahrten kann das Kilometergeld hingegen nicht zusätzlich steuerlich geltend gemacht werden, da diese Kosten bereits vom Arbeitgeber erstattet werden.

Selbstständige und das Kilometergeld

Auch Selbstständige dürfen ihre Fahrtkosten steuerlich abziehen – sofern die Nutzung des Fahrzeugs geschäftlich erfolgt. Wird das Auto zu mehr als 50% für berufliche Zwecke genutzt, gilt es als Geschäftsvermögen. Der private Nutzungsanteil muss allerdings versteuert werden, in der Regel pauschal mit 0.9% des Fahrzeugpreises pro Monat.

Spesenabrechnung einfach gemacht – mit der Spesen App

Die Spesen App von spesen-app.ch erleichtert Unternehmen die Verwaltung von Kilometergeld, Spesen und Reisekosten. Ob via Webportal oder Smartphone-App – alle Daten werden zentral erfasst, verarbeitet und revisionssicher archiviert.

Vorteile der Spesen App:

  • Automatisierte Berechnung des Kilometergelds
  • Digitales Fahrtenbuch
  • Abgleich mit Pauschalen oder individuellen Vereinbarungen
  • Exportfunktionen für Buchhaltung & Steuerberatung
  • Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gemäss OR

Fazit: Kilometergeld 2026 auf einen Blick

✔ Der TCS-Richtwert sinkt 2026 auf CHF 0.74 pro Kilometer
✔ Dienstfahrten mit dem eigenen Auto müssen vom Arbeitgeber erstattet werden
✔ Der Arbeitsweg ist Privatsache – aber steuerlich absetzbar
✔ Eine professionelle Spesenlösung wie die Spesen App hilft bei der rechtssicheren Abrechnung
✔ Auch Selbstständige können Fahrten absetzen – bei geschäftlicher Nutzung

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Author
Florian Müller

Florian Müller ist Autor mehrerer Bücher und Fachpublikationen im IT-Bereich und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit digitalen Geschäftsmodellen, effizienter Softwarearchitektur und modernen Cloud-Technologien. Als Gründer und Geschäftsführer der Spesen App verfolgt er die Vision, komplexe Prozesse im Unternehmensalltag radikal zu vereinfachen.

Mit seinem Team entwickelt er intelligente Lösungen, die KMUs und Selbstständigen ermöglichen, Spesen und Belege schnell, rechtssicher und vollständig digital zu verwalten – von der automatischen Belegerkennung bis zur nahtlosen Weiterverarbeitung in Buchhaltungssystemen.

Florian Müller kombiniert technische Expertise mit einem ausgeprägten Verständnis für Nutzerfreundlichkeit. Sein Ziel: Software, die nicht nur funktioniert, sondern begeistert und echten Mehrwert schafft.